Nachdem im Oktober ein Radfahrer in Bochum tödlich verunglückt ist,
wenden sich die Radwende Bochum, der Radentscheid Bochum, ADFC Bochum
und VCD Bochum – Gelsenkirchen – Herne in einem gemeinsamen Brief an OB
Thomas Eiskirch.

Sie fordern den Oberbürgermeister auf, sich dafür einzusetzen, einige
der bekannten Gefahrenstellen in der Stadt zu entschärfen und für
Radfahrer:innen sicherer zu machen. Der tödliche Unfall auf der
Alleestraße ereignete sich an einer Stelle, die seit langem als
problematisch bekannt war. Hinzu kommt ein Beinahe-Unfall eines
Jugendlichen auf der Wittener Straße, bei dem nur durch die schnelle
Reaktion einer Autofahrerin Schlimmeres verhindert wurde.

„Wir haben genug von Anfragen an die Verwaltung und Ortsterminen mit
Politiker:innen, nach denen nichts Konkretes passiert“, so Karl-Heinz
Hüsing von der Radwende.

Bernhard Raeder vom ADFC unterstellt der Verwaltung keine
Tatenlosigkeit, für ihn markiert der tödliche Unfall an der Alleestraße
aber so etwas wie eine Zeitenwende: „Ab sofort muss die Sicherung von
Leben und Gesundheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer stärker als
zuvor das Handeln der Verantwortlichen bestimmen. Dieses Handeln muss
sichtbar und spürbar sein.“

ADFC, Radentscheid, Radwende und VCD setzen darauf, dass OB Eiskirch
angesichts der schweren Unfälle genauso betroffen ist und sich als
Leiter der Verwaltung dafür einsetzt, dass mit Markierungen, Reparaturen
und ähnlichen kleineren Maßnahmen die Sicherheit an vielen Stellen jetzt
zügig verbessert wird, bevor weitere Unfälle passieren.

Die Radverbände legen ihrem Brief eine Liste mit 14 Sofortmaßnahmen bei,
die in den nächsten Monaten umgesetzt werden könnten, unter anderem die
Sicherung der restlichen alten Straßenbahnschienen im Stadtgebiet durch
Vergießen mit Asphalt und zum Beispiel die Beseitigung von Engstellen
auf der Dorstener Straße.

Eilbrief als pdf

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