Die Initiative für einen Radentscheid in Bochum hat am heutigen Mittwoch, den 21.04.2021, die Zahl von hundert Unterstützern erreicht. Eine Übersicht mit allen Beteiligten ist heute auf der Homepage veröffentlicht worden.

Das Netzwerk an Unterstützern ist breit: Alle Bereiche der Stadtgesellschaft, wie Kultur, Handel, Gastro, Kirche, Hochschule, Verbände und Initiativen, sind vertreten. Mit dabei sind zum Beispiel das Schauspielhaus Bochum, die Bochumer Symphoniker mit ihrer “Klima-AG”, der Evangelische Kirchenkreis, die Evangelische Hochschule und der Kinder- und Jugendring.

Zahlreiche weitere Verbände, Vereine und Initiativen, wie zum Beispiel der ADFC, der Bund für Umwelt- und Naturschutz NRW (BUND), der Arbeiter-Samariter-Bund, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Falken, der Mieterverein, bodo e.V., Fridays for Future und das Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit zählen zu den Unterstützern. Aus der Kultur kommt zudem weitere Unterstützung vom Netzwerk der Freien Kulturszene und von vielen Einzelakteuren, zum Beispiel dem atelier automatique, dem Kunstkiez Bärsendorf oder dem Figurentheaterkolleg.

Aus Handel und Gewerbe sind es unter anderem verschiedene Fahrradläden, wie zum Beispiel der Fahrradladen Balance, die Bäckerei Wickenburg oder das Möbelhaus RS Möbel, die das Bürgerbegehren unterstützen. Zudem haben sich verschiedene Kneipen und Restaurants angeschlossen, etwa die Trinkhalle, der Kugelpudel, die ButterBrotBar oder das Haus Oeveney.

Marek Nierychlo, der gemeinsam mit anderen aus der Initiative in den letzten Monaten intensiv um Unterstützer geworben hat, freu sich: “Wir sind überwältigt von dem breiten Zuspruch, den wir bekommen. Das bestätigt uns nochmal, wieviele Menschen in Bochum sich eine wirkliche Verkehrswende hin zu mehr Radverkehr in der Stadt wünschen. Und als überzeugter Fahrradfahrer freu ich mich auch persönlich, dass wir immer mehr werden!”

Anfang März hatte die Initiative “RadEntscheid Bochum” das Bürgerbegehren bei der Stadtverwaltung eingereicht. Diese muss nun die Kosten schätzen, die Prüfung durch die Verwaltung läuft derzeit noch. Die Initiative, bei der etwa 50 Engagierte mitmischen, hofft aber bald schon mit der Sammlung von Unterschriften beginnen zu können.

Mit dem Bürgerbegehren soll der Ausbau von Radwegen und fahrradfreundlicher Infrastruktur beschleunigt werden. Der Radentscheid soll konkrete Maßnahmen bewirken, die dazu beitragen, dass Bochum in der Anteil des Radverkehrs bis 2030 auf 20 Prozent erhöht wird.

Das Bürgerbegehren benennt sieben Ziele für einen besseren Rad- und Fußverkehr, die die Stadt Bochum erreichen soll. So sollen zum Beispiel jedes Jahr 20 Kilometer Radwege gebaut werden, Radwege und Kreuzungen sollen sicherer umgestaltet werden. Auch die Schaffung von sicheren Fahrradabstellplätzen ist Teil der Forderungen.

Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren müssen etwa 12.000 Unterschriften gesammelt werden.

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